Wahnsinn – die Kilometer verbrennen unter meinen Füssen – Dinge, die ich erlebe sind kaum in Worte zu verpacken – und was wirklich schlimm ist – ich bin abends oft einfach zu kaputt um noch zu bloggen.
Das habe ich mir wirklich anders vorgestellt. Ich wollte gerne mehr berichten und habe nicht wirklich bedacht wie sehr das Pilgern auch „in die Knochen“ geht.
Es ist total erstaunlich was man als Pilger erlebt, wie die Menschen am Wegesrand auf einen zugehen, was und wie sie aus ihrem Leben berichten, so als wäre man sehr vertraut miteinander – und das schon nach ein paar Minuten.
Nachdem ich ja auf Facebook schon einen kleinen Satz zum Kloster Nütschau geschrieben habe, kann ich wirklich nur hinzufügen, es ist ein Erlebnis das ich sicher noch ganz lange in meinem Herzen mit mir tragen werde. Ich kann das nicht wirklich „faktisch“ beschreiben, weil es wohl jeder von Euch anders erleben und empfinden würde. Wer sich überhaupt mal für ein Kloster interessiert, sollte einfach mal auf die Hompage gehen, da steht auch was sie alles im „Angebot“ haben.. vom Raum der Stille bis Bogenschießen ist wohl alles dabei.
In Norderstedt, nun da war es besonders schön – da habe ich mich mit Ute getroffen – mehr gibt es dazu nicht zusagen, auch Pilger sind mal privat!!! *Liedchenträller* 🙂
Ja Hamburg, hier bin ich nun eben angekommen, ich war etwas frustriert, weil 2 der in meinem Führer angegebenen Pilgerherbergen nicht mehr existieren, bei einer dritten bekomme ich niemanden ans Telefon und bei der vierten.. na egal… Ich habe dann in einer Facebookgruppe einen Hilferuf gestartet und nicht nur nette Angebote sondern auch den Hinweis auf die Jugendherberge an den Landungsbrücken bekommen.
Tja… und da sitze ich nun, genieße den Ausblick und hänge meinen Gedanken und besonders dem Gestern und Heute nach.
Übrigens, eben als ich Ute zu ihrem Bus gebracht habe, haben wir in St. Georg auf dem Hansa Platz noch 2 wirklich tolle, man darf schon sagen, echt coole Polizisten getroffen. Wir haben uns total nett unterhalten und ein wenig über das Viertel St. Georg, den Schutzpatron St. Georg und die Bewohner in dem Viertel dort unterhalten.
Ebenso haben wir einiges über die modischen Uniformen der Hamburger Polizei erfahren. Okay.. und der „Einkäufer“ sollte evtl. noch mal in die Farblehre ( <-Scherz) gehen, denn blau ist ja nicht gleich blau. ( sorry kleiner Insider) 🙂
Nachtrag: Danke Axel für den Hinweis – ich habe den Bericht mit dem Hansa Brunnen mal raus gelassen, da selbst das Internet sich nicht einig ist, wessen Schutzpatron nun St. Georg nun ist. Kurios was? Aber interessante Info gibt es dazu auch auf wiki. . Da wird klar, dass er sehr vielfältig „genutzt“ wird.
Und hier gibt es Infos zu dem Hansa Brunnen wiki
So hier noch ein kleines Gruppenfoto:
So, Morgen früh geht es dann auf nach Harsefeld, da in Wedel nichts mehr mit Unterkunft ist, geht es also direkt dort hin. Das ist eine nicht geplante Strecke und da ich wohl 40 KM nicht schaffe, erlaube ich mir morgen aus der Stadt raus einen Bus zu nehmen, sodass ich auf ca. 30 km komme.
Allen einen buen camino,
Hermann
16. Juni 2015 um 11:53 Uhr
Hallo Hermann old fellow
stampfe weiter immer weiter, auch wenn die Sohlen brennen, Du bist halt kein Reiter, aber trotzdem immer heiter. Geh‘ gemütlich und konstant Deinen Weg – Du musst ja nicht rennen. Lass hinter dir die dunklen Schatten Deines bisherigen Lebens, geh‘ hoffnungsvoll in die Zukunft und lass Dich aufmuntern von den Zufallsbekanntschaften am Wegesrand oder Internet oder UTE oder oder………
15. Juni 2015 um 1:13 Uhr
Moin Hermann!
Auch von mir vielen Dank über deinem positiven Bericht über die Polizei Hamburg! Wir haben ja nicht all zu viele Fürsprecher…
Ich fand unser Treffen sehr nett und wünsche dir auf deinem langen Weg noch viel Kraft, Gesundheit und weitere schöne Erfahrungen mit deinen Mitmenschen!
Der farbenlehrende Jens 😉